„Zombie-Tochter“: Warmherzige Familienkomödie mit Zombie-Twist begeistert vor Kinostart

Faszination für die Frage: Kann ein Zombie Teil der Familie sein?

Regisseur Pil Gam-seong zeigte sich tief bewegt von der zentralen Frage des gleichnamigen Webtoons „Zombie-Tochter“: Was würde ich tun, wenn jemand, den ich liebe, sich in einen Zombie verwandelt? – Diese Überlegung ließ ihn nicht mehr los und inspirierte ihn dazu, den Stoff als Film umzusetzen. In einem Interview in einem Café in Seoul schilderte er, wie sehr ihn die emotionale Tiefe des Originals angesprochen habe.

Von Thriller zu warmherziger Komödie

Bekannt wurde Pil Gam-seong durch Thriller wie „Hostage“ (2021) und die Dramaserie „A Day of Misfortune“ (2023). Doch diesmal präsentiert er ein Werk mit ganz anderer Tonlage: eine Mischung aus Komödie und rührender Familiengeschichte. Der Film erzählt von dem Tierpfleger Jeong-hwan (gespielt von Jo Jung-suk), dessen Tochter Sua (Choi Yu-ri) sich durch ein Virus in einen Zombie verwandelt. Basierend auf dem Webtoon von Lee Yoon-chang, geht es um eine ungewöhnliche Vater-Tochter-Beziehung – zwischen Humor und tiefen Emotionen.

Eine Geschichte, die berührt – auch aus eigener Erfahrung

Als Vater einer Tochter im Teenageralter habe ihn das Thema besonders berührt, erklärt Pil. Die Art und Weise, wie das Original auf humorvolle und zugleich melancholische Weise erzählt wurde, habe ihn besonders gereizt. So wollte er diese Stimmung beibehalten und zugleich filmisch weiterentwickeln. Besonders wichtig war ihm eine Szene, in der Sua, bereits als Zombie, in der Schule sitzt und versucht, ein normales Leben zu führen. Diese Szene stehe sinnbildlich dafür, dass Sua – unabhängig vom Schutz ihres Vaters – selbstständig leben kann.

Webtoon-Zeichner taucht als Überraschungsgast im Film auf

Der Schöpfer des Webtoons war laut Pil vom Film tief bewegt. Besonders erfreulich: Er steuerte eine Zeichnung bei, die im Film eine zentrale Rolle als Requisite übernimmt. Auch ein kleiner Cameo-Auftritt des Zeichners ist im Film zu sehen.

Hochkarätige Besetzung rund um Jo Jung-suk

Neben Hauptdarsteller Jo Jung-suk überzeugte Regisseur Pil weitere starke Darstellerinnen und Darsteller wie Lee Jung-eun, Cho Yeo-jeong, Yoon Kyung-ho und Newcomerin Choi Yu-ri. Alle Wunschkandidaten des Regisseurs sagten laut eigener Aussage ohne Zögern zu. Eine besondere Rolle spielt außerdem die Katze „Ae-yong“, die nach einem eigenen Castingprozess besetzt wurde – sie ist eine beliebte Figur im Webtoon und wurde laut Pil zur „Seele“ des Films.

Musikalischer Touch durch BoA-Hit „No.1“

Ein weiterer emotionaler Akzent kommt durch das Lied „No.1“ der Sängerin BoA. Pil erklärte, dass der Text perfekt zur Geschichte passe, etwa Zeilen wie „Verurteile ihn nicht dafür, dass er sich verändert hat“ oder „Du bist immer noch meine Nummer Eins“. Das Lied unterstreicht die emotionale Bindung zwischen Vater und Tochter.

Erfolgreicher Vorverkauf sorgt für Aufmerksamkeit

Bereits einen Tag vor Kinostart belegt „Zombie-Tochter“ Platz 1 der koreanischen Vorverkaufscharts. Mit einem Marktanteil von 38,7 Prozent und über 271.000 verkauften Tickets liegt der Film vor großen Sommerproduktionen wie „F1: The Movie“, „Fantastic Four: A New Beginning“ oder „Omniscient Reader’s Viewpoint“. Trotz der hohen Erwartungen zeigt sich Regisseur Pil vorsichtig optimistisch – er sei aufgeregt und hoffe, dass das Publikum den Film genauso emotional wahrnehmen werde.

Ein Sommerfilm für die ganze Familie

Pil beschreibt seinen Film als „spannendes Zombie-Genre, aber zugleich eine warme Komödie“. Diese Kombination, gepaart mit einem stimmigen Ensemble, mache „Zombie-Tochter“ zu einem seltenen Film, der für die ganze Familie geeignet sei – ohne Gewalt oder übertriebene Schockmomente.

Jo Jung-suk als Sommerhit-Garant

Nach seinen erfolgreichen Sommerfilmen „Exit“ (2019) mit über 9,4 Millionen Zuschauern und „Pilot“ (2023) mit 4,7 Millionen ist Jo Jung-suk erneut im Sommer mit einem humorvollen, aber emotional aufgeladenen Film zurück. Wie in den vorherigen Hits liegt der Fokus nicht auf Slapstick, sondern auf charaktergetriebener Komik mit emotionaler Tiefe – ein Stil, den Jo meisterhaft verkörpert.

Erfolg trotz schwachem Kinosommer erwartet

Die diesjährige Kinosaison in Korea verläuft bislang verhalten. Doch mit der Einführung staatlicher Kinogutscheine im Wert von 6.000 Won ab dem 25. Juli, von denen 4,5 Millionen verteilt wurden, hofft man auf eine Belebung der Branche. „Zombie-Tochter“ gilt dabei als potenzieller Profiteur der Aktion – auch wegen des hohen Vorverkaufs und des prominenten Casts.

Fazit: Familienliebe statt Zombiehorror

„Zombie-Tochter“ ist mehr als ein Zombiefilm – er erzählt mit Humor, Herz und Tiefe von der bedingungslosen Liebe eines Vaters zu seiner Tochter. Die ironische Prämisse eines Tierpflegers, der seine zombifizierte Tochter trainiert, wird durch Jo Jung-suks einfühlsame Darstellung zur berührenden Vater-Tochter-Geschichte. Ein Film, der nicht nur unterhält, sondern auch berührt – und das Zeug dazu hat, der Überraschungserfolg des Sommers zu werden.